Deutschsprachige Erstaufführung von Arne Lygre
Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel

Schon als Teenager hat Tom beide Eltern verloren. Anna, die beste Freundin seiner Mutter, tritt an ihre Stelle und kümmert sich um ihn. Für sie, die sich immer ein Kind gewünscht hat, geht ein Lebenstraum in Erfüllung. Allerdings überschüttet sie Tom mit einem Übermaß an Liebe, bindet ihn immer stärker an sich und bewirkt so, dass Tom den normalen Abnabelungsprozess, den ein Teenager durchläuft, nicht erfährt. Der heranwachsende Tom wird seltsam passiv, hat kaum Freunde und seine wenigen Versuche, eine Freundin zu finden, scheitern. In Annas Liebe ertrinken alle seine Versuche, sich von ihr zu emanzipieren. Und so werden die beiden schließlich ein Paar und zeugen einen Sohn. Doch kurz nach dessen Geburt stirbt Anna. Eine Nachbarin nimmt sich seiner an …
Arne Lygre ist eine feinfühlige Studie über die Abgründe einer grenzenlosen Liebe gelungen. In der Tradition seines großen Landsmannes Henrik Ibsen leuchtet er die Tiefen der menschlichen Seele aus und bedient sich dabei eines ungewöhnlichen formalen Mittels: Das Stück erzählt zwei Zeitachsen – die eine reicht in die Vergangenheit, die andere in die Zukunft – gleichzeitig. So setzt sich für den Zuschauer aus zahlreichen Fragmenten langsam die Geschichte von Tom und seiner Familie zusammen, entschlüsselten sich Wurzeln von Toms seltsamer Beziehung zu Anne.

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Arne Lygre, 1968 in Bergen geboren, ist einer der profiliertesten Dramatiker Norwegens. Nachdem er 1998 mit »Mama und ich und die Männer« erfolgreich debütierte, wurden seine Stücke schnell in Deutschland und Frankreich entdeckt. So fand die Uraufführung von »Mann ohne Aussichten« in Paris statt, »Tage unter« wurde 2011 zur spielzeit’europa eingeladen und »Ich verschwinde« wurde 2013 mit dem Ibsen-Preis ausgezeichnet. Für seinen ersten Band mit Erzählungen, »Tid-inne« erhielt Lygre 2004 den Brage-Preis des nowegischen Verlegerverbandes.

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Beschädigte Leben in filigranen Zeitsprüngen
»Erstaufführungsregisseur Ingo Berk nimmt Lygres einsetzendes Spiel aus Vor- und Rückblenden sehr ernst: mit projizierten Jahreszahlen auf dem Bühnenbild von Damian Hitz … Dieses Hin und Her auf dem Zeitpfeil fordert sehr viel Präzision in Spiel und Regie und volle Konzentration vom Publikum. Dieser »Schatten eines Jungen« ist herausforderndes, anstrengendes Theater – gut so. Und Lygres Junge Tom muss viel bewältigen: vom Kleinkind bis zum Vater wider Willen. Und auch die Behinderung, die ihm die falschen Mütter lebenslang zufügen, muss immer präsent bleiben … Ein wirklich starker Text ist das … Die dramaturgische Herausforderung liegt ganz und gar bei den Sprüngen durch Raum und Zeit; Ahrendt und Andrea Strube in der Rolle des zunehmend in Machtanspruch in Eifersucht versinkenden Mutter-Tiers Anna stehen im Zentrum … Regisseur Ingo Berk hält das kluge Stück gedanklich in der Schwebe.« Michael Laages, Deutschlandradio Kultur Fazit 6.4.2018

»Ein hochprisanter Stoff … Das Stück ist sehr eindringlich inszeniert und besonders durch die herausragenden Darsteller wird dem Zuschauer Toms vollkommene Ausweglosigkeit aufgezeigt.« Eva Werler, NDR 7.4.2018

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Keine Erfüllung. Nirgends
Adidas keep keep Adidas running Schuhe 4ARqjL35»Ein wirklich starker Text ist das … Die dramaturgische Herausforderung liegt ganz und gar bei den Sprüngen durch Raum und Zeit; Marius Ahrendt und Andrea Strube in der Rolle des zunehmend in Machtanspruch und Eifersucht versinkenden Mutter-Tiers Anna stehen im Zentrum, Ahrendt immer ein bisschen verwirrt, Strube stets unter Überdruck. Gitte Reppin und Benjamin Kempf zeigen langsam zerrüttende Profile als richtige (und eben tote) Eltern, Angelika Fornell kommt als keinerlei Vergnügen abgeneigte Nachbarin ins Spiel. ›Wir zwei‹ – das sind zum Schluss sie und das neue, schon wieder verlorene Kind. Wirkliche Gemeinschaft gab’s wohl nie und für niemanden in dieser Geschichte, dieser Welt, die Lygre zufolge heute beginnt.
Regisseur Ingo Berk hält das kluge Stück gedanklich in der Schwebe. Mehr ›action‹ wäre mitunter möglich: bei der Reise nach Ägypten, in der Verführung und danach. Aber einen Dramatiker lässt uns Berks Göttinger Team kennenlernen, der in der Tat alle Aufmerksamkeit der Theaterwelt verdient hat. Lauter beschädigte Leben zeigt er. Und Anna, diese Wiedergängerin von Mutter John, kann auch im Weltall keine Erfüllung finden.« Michael Laages, nachtkritik.de 8.4.2018

Gefangen im Netz übergroßer Liebe
»Ein Erfolg für die Akteure wie das Regieteam … Marius Ahrendt gelingt es, die unterschiedlichen Altersstufen Toms vom Kleinkind, das mit seiner großen Zehe spielt, bis zum herangewachsenen jungen Mann mit feinen darstellerischen Mitteln zu differenzieren. Die großartige Andrea Strube (Anna) spricht immer ein klein wenig zu schnell, ein wenig abgehackt, sie verdeutlicht damit perfekt den Zustand des ständigen Getriebenseins. Toms Mutter (verzweifelt ruppig: Gitte Reppin) kann weder ihr Kind noch ihren Mann (unerschütterlich zärtlich: Benjamin Kempf) wirklich lieben. Komplettiert wird das Ensemble durch Angelika Fornell als Nachbarin, die in diesem Beziehungsgeflecht die relativ Normalste ist und das Geschehen mit ungewohnt warmen Emotionen belebt. Das Premierenpublikum lauschte und schaute gebannt.« Michael Schäfer, Göttinger Tageblatt 9.4.2018Weiße Sommer Weiße TrendZalandoAdidas SneakerDer SneakerDer schuhe lJTF1cK

Die Umarmung der Theatermacher
»Die Visionen, die dieser Theaterabend klarsichtig und einfühlsam heraufbeschwört, geben keinen Anlass zu optimistischen Spekulationen. Doch sie verstehen sich auch als Aufforderung über den Verlust an Empathie nachzudenken, der Lygres Figuren erst in die Einsamkeit getrieben hat. Die Umarmung, die das Kind nicht bekommen hat, fehlt auch allen anderen. Und das schon sehr lange. Ihnen bleibt nur die Umarmung der Theatermacher, die ihr Publikum dabei an die Hand nehmen.« Tina Fibiger, Kulturbüro Göttingen 8.4.2018

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